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Castelletto di Brenzone:
Castelletto Vor ungefähr 30 Jahren machte man in
Castelletto eine sehr wichtige Entdeckung: beim Straßenbau fand
man einen ungefähr zwei Quadratmeter großen Felsbrocken, der mit
hieroglyphenartigen Felseinritzungen bedeckt war. Es war die
erste authentische Mitteilung der Urbevölkerung dieser Zone an
die Nachwelt, es war eine 4500 Jahre alte Nachricht! Sie erzählt
und bezeugt, das hier die Bewohner des Seeufers schon ihre
Bronzespeere, Schwerter und Äxte hatten und dass die Sonne eine
wichtige Rolle in Ihrer Religion spielte.
Heute ist der ‚Stein von Castelletto’ im Rathaus von Brenzone zu
bestaunen. Von der Vergangenheit in die Gegenwart: um den Zauber
den diese Zone umgibt besser beschreiben zu können, zitieren wir
aus einem Reisebericht: In Castelletto gibt es einen kleinen,
malerischen Hafen, gesäumt von einigen Cafés und Restaurants wo
sich jetzt in der Mittagszeit Touristen und Einheimische
kulinarisch stärken und erfrischen. Ein kleines Boot, mit immer
wieder aussetzendem Motor, tuckert, vom Schimpfen seines
Besitzers begleitet aus dem Schutz des Hafens auf den See
hinaus. Angler sitzen meditierend auf der Kaimauer, Segel- und
Sportboote kreuzen über die in dieser Stunde spiegelglatte
Wasseroberfläche die irgendwo im Dunst verschwindet und zu
dieser Stunde eher wie ein Meer erscheint.
Wir überqueren die Uferstraße und begeben uns in den alten
Ortskern von Castelletto um von dort aus eine Wanderung durch
die Olivenhaine zum Dorf Biazza zu machen. So wie der
Hafenbereich Castellettos noch touristisch geprägt ist, umgibt
einen im alten Ortskern noch die verträumte und ruhige
Atmosphäre des ehemaligen Fischer- und Bauerndorfes: enge Gassen
mit Kopfsteinpflaster, von grau verputzten oder mit ockergelb
bis terracottarot gestrichenen typischen, aus Naturstein
gebauten, schmalen Häusern gesäumt und mit viel Blumenpracht an
den Fassaden, Fenstern und Balkonen.
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Verschiedene Häuser sollen noch aus dem 16. Jh. stammen.
Immer wieder dringen Stimmen und Fernsehgeräusche aus den
Häusern nach draußen, sonst ist es still. Mit kleinen Steinen
gepflasterte Pfade führen steil den Hang des Monte Baldo Massivs
hinauf. Am oberen Ortsende breiten sich so weit das Auge reicht Olivenhaine beträchtlicher Größe aus.
Die Römer brachten einst die Olivenbäume an den Gardasee und sicherten so über Jahrhunderte die wirtschaftliche Existenz der Einheimischen. Auch heute werden die Olivenhaine noch bewirtschaftet, einerseits für den Eigenbedarf des gesundheitsfördernden Öls, andererseits als typisches Produkt dieser Zone im Verkauf an die unzähligen Touristen, die jedes Jahr an den Gardasee kommen und mittlerweile die wichtigste Einnahmequelle geworden sind.
Das Ziel unserer Wanderung, das romantisch anmutende kleine Dorf Biazza erreichen wir gemütlich nach ca. einer halben Stunde.
Es wurde auf den Überresten einer alten Scaligerburg errichtet. Die wenigen ineinander verschachtelten Häuser, die das Dorf bilden, sind aus grobem Naturstein errichtet. Wir genießen das verschlafene Dörfchen, in dem man in diesem Moment als Geräuschkulisse nur unzähliges Grillengezirpe und ab und an ein Hundebellen hört. In einer Gasse ist ein Steinbogendurchgang zwischen zwei voreinander stehenden Häusern und unter der Decke hängen Steigleitern, die zur Ernte der Oliven verwendet werden, was sehr abenteuerlich und manchmal auch gefährlich ist. Olivenbäume umgeben das Dorf wie ein grünes Meer und mit diesem Eindruck verabschieden wir uns.
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